das perfekte damen-radtrikot
Das Damen-Radtrikot auch bekannt unter den Bezeichnungen Damen-Bikejersey, Frauen-Fahrradtrikot, Radjersey, Damen Biketrikot oder Lady Bikejersey hat als wesentlichstes Merkmal die Trikot-Rückentaschen. Sie bieten der Radfahrerin auf Radtouren die Möglichkeit einen Snack, ein Handy, eine Windweste etc. auch während der Fahrt griffbereit am Körper aufzubewahren und bei Bedarf ohne Fahrtstopp an die benötigten Dinge zu gelangen.
Üblicherweise ist der Rücken eines Damen-Radtrikots länger geschnitten, denn durch die nach vorne geneigte Haltung beim radfahren liegt schnell der Steiß frei und eine Verkühlung ist vorprogrammiert. Das Damen Bikejersey sollte körpernah geschnitten sein und sich den weiblichen Kontouren anpassen, um flattern des Stoffes zu vermeiden.
Das klassische Damen-Radtrikot hat einen etwas höher geschnittenen Kragen mit Reißverschluss bis etwa Brustansatz. Dies hält den Fahrtwind gut ab und das Radtrikot lässt sich bei Bedarf schnell mit einer Hand öffnen, um mehr Belüftung zuzulassen. (Da es uns Frauen bei Anstrengungen recht schnell warm wird, wir dann aber auch meist genauso schnell wieder frösteln, ist dies eine praktische Sache). Ausserdem lässt sich das Damen Radtrikot auf diese Weise auch mit aufgesetztem Radhelm an- und ausziehen. Dies ist für Radfahrerinnen, die gerne Träger-Radhosen tragen, besonders praktisch.
Das Material eines Damen-Radtrikots sollte immer eine feuchtigkeitsleitende Microfaser sein, die in Ihren Hohlfasern den Schweiss weg vom Körper transportiert und die Haut trocken hält. Einige Radtrikots haben zusätzlich strategisch platzierte Mesh-Materialen z.B. im Achselbereich oder im oberen Rücken des Bikejerseys um den Luftaustausch noch zu optimieren. Übrigens waren in den 1960iger Jahren Radtrikots noch aus Wolle, an einen speziellen Schnitt für Frauen war damals natürlich noch gar nicht zu denken.
Die ersten wirklichen Damen-Radtrikots entstanden Mitte der 1990iger Jahren in den USA. Firmen wie Koulius Zaard und Shebeest gegründet von "radverrückten" Frauen, die die Nase voll davon hatten als "Crossdresser" mit Männer-Radbekleidung über die Trails zu fahren, hatten sich ganz gezielt nur auf Frauen-Radbekleidung spezialisiert.
Das Damen-Radtrikot hat sich seit dem Marktstart in den 90igern immer weiter entwickelt und neben dem klassischen Bikejersey haben sich viele Damen-Radtrikot Varianten herauskristallisiert. Viele Touren-Radfahrerinnen tragen gerne losere Radtrikots mit Polokragen und einer abgeschwächten Form der klassischen Rückentaschen, nämlich einer einzigen Reißverschluss-Rückentasche. Nicht ganz so funktionell aber meist hat man bei Radtouren ja auch "mehr Zeit dabei" und macht ganz gerne Rast um in Ruhe etwas zu essen.
Andere Varianten des klassischen Damen-Radjerseys sind ärmellose Schnitte, die die Schultern schön braun werden lassen, und Damen Bikejerseys die völlig auf den typischen Kragen mit Reißverschluss verzichten und stattdessen ein Dekolleté zeigen. Eine weitere Ableitung vom klassischen Damen-Radtrikot ist das Bike-Top. Geeignet für sommerliches Wetter lässt es viel Luft an die Haut und ermöglicht es trotzdem durch ein kleines Rücken- oder Seitentäschen einen Müsliriegel oder Handy dabei zu haben. Auch noch zu erwähnen ist das Wintertrikot, es hat die gleichen Charakteristika wie das klassische Damen-Radtrikot aber lange Ärmel und es ist aus einem dickeren, wärmenden Funktionsmaterial (Thermofaser) gearbeitet.
Welches Damen-Radtrikot wir auswählen hängt von den Anforderungen ab. Für Bikerinnen, die sehr sportlich oder sogar in einem Wettkampf fahren, ist das klassische Fahrradtrikot zu bevorzugen. Für kleinere Touren oder relaxte Fahrten kann ich mich eher an den Wetterverhältnissen und meinen persönlichen Präferenzen orientieren und mich an einem heißen Sommertag in einem Bike-Top klasse fühlen.
Iris Hinrich